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    Countdown läuft ab… UKS steht vor Urabstimmung

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Countdown läuft ab… UKS steht vor Urabstimmung

    13.08.2018
    Aufkleber mit dem Motiv "Wir brauchen dich" und "Mehr von uns ist besser für alle" Astrid Sauermann Aktionsmaterial der Bewegung für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus

    Der Vorstand des Universitätsklinikums des Saarlands (UKS) hat, bis dato, kein Tarifverhandlungsangebot zum Thema Entlastung an ver.di gesendet. Ver.di sendete die allererste Aufforderung zu Tarifverhandlungen dazu bereits am 15.11.2016. „Wir fordern die Geschäftsführung letztmalig auf, mit uns zum Thema Entlastung zu verhandeln. Wir nehmen unser Ultimatum ( siehe Hier ) ernst,“ sagt Frank Hutmacher, Verhandlungsführer und zuständiger Landesfachbereichsleiter in ver.di. Die Gewerkschaft wird am Montag 13.08.2018 in die bereits vorbereitete Urabstimmung der ver.di Mitglieder einsteigen. „In den kommenden Wochen hat jedes Mitglied die Möglichkeit an der Urabstimmung teilzunehmen,“ sagt Hutmacher und ergänzt: „Das UKS muss nun endlich Verantwortung für seine Beschäftigten, die Patienten und letztendlich das Saarland übernehmen.“

    Dem Vorangehen wird am kommenden Montag eine Teamdelegiertenkonferenz, in der die Urabstimmung offiziell begonnen wird und weitere Details besprochen werden (13.08. 15:00 Uhr, Café Dolce, Saarbrücker Straße 116, Homburg).

    Am 18.06.2018 stellte das Arbeitsgericht Berlin final fest, dass das UKS tariffähig ist. Ver.di hatte daran bereits vorher keine Zweifel. Hutmacher betont: „Das nun dem Personalrat der Vorschlag einer Dienstvereinbarung gemacht wird, wirkt wie eine Verzögerungstaktik. Ein Tarifvertrag hat eine rechtsverbindlich einklagbare Wirkung. Er kann besser überwacht und Verstöße sanktioniert werden. Die Beschäftigten brauchen jetzt Entlastung. 2020 oder später – ist zu spät! Diese Jahreszahl werde aus dem Dienstvereinbarungsentwurf der Geschäftsführung des UKS deutlich.

    "Es ist schön, wenn Ministerpräsident Tobias Hans vor kurzem Verständnis für die schwierige Situation der Beschäftigten in der Uniklinik geäußert hat; allerdings verbessert Verständnis nicht die Situation der Beschäftigten. Ver.di erwartet, dass der Ministerpräsident und die Landesregierung sich positiv in die Tarifauseinandersetzung einbringen", sagt Michael Blug, Landesbezirksleiter ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland.

    Ver.di kann nicht nachvollziehen, warum weder beim Vorstand noch bei der Landesregierung eine tarifvertragliche Lösung gesucht wird. Augenscheinlich wird diese sogar, unter Vorgabe rechtlicher Gründe, vehement verhindert. Ver.di weist darauf hin, dass seit 2004* zwei Tarifverträge mit dem UKS abschlossen worden sind. In einer Textpassage eines Tarifvertrag von 2007 heißt es „jede Tarifvertragspartei kann jeder Zeit die Aufnahme von Tarifverhandlungen verlangen, auch wenn dieser Tarifvertrag nicht gekündigt ist.“ Dieser Tarifvertrag wurde in Vollmacht für die UKS handelnd vom damaligen Minister für Inneres und Sport, Klaus Meiser, unterzeichnet. Warum sich an der Tariffähigkeit nun etwas geändert haben solle, ist für ver.di absolut unschlüssig.

    „Wenn die Urabstimmung positiv ausgeht, wovon auszugehen ist, trägt der Vorstand die alleinige Verantwortung für Streikauswirkungen. Wir haben alle anderen Mittel ausgeschöpft,“ betont Hutmacher. Ver.di wird weiter an seiner Forderung festhalten und sie durchsetzen.


    Bereits um 14:40 Uhr findet am 13.08. ein Pressetermin im Café Dolce in Homburg statt.
    Weitere Hintergründe zum Thema finden Sie unter: https://saar-trier.verdi.de/branchen-und-berufe/gesundheit-soziale-dienste-wohlfahrt-und-kirchen

     

    *nachträglich wg. offensichtlichem Fehler geändert

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
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