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    ver.di begrüßt SPD Haltung zur HIL

    Fachbereich Bund & Länder

    Ver.di begrüßt Haltung der SPD-Bundestagsfraktion zu den HIL-Werken – Notbremse auch für Sankt Wendel gezogen

    07.06.2018
    HIL GmbH HIL HIL

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt und unterstützt die Haltung der SPD-Bundestagsfraktion zur Privatisierung der drei Werke der HIL GmbH. „Dass die SPD-Bundestagsfraktion nunmehr die Notbremse zieht und sich eindeutig gegen die Privatisierung der drei Werke ausspricht, ist aus unserer Sicht nur folgerichtig und verdient unsere volle Unterstützung. Gerade für den Standort Sankt Wendel ist das ein wichtiges Signal,“ sagt Paul-Christian Koch zuständiger Landesfachbereichsleiter bei ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland. Die Beschäftigten hätten es aus seiner Sicht verdient, eine echte Perspektive für ihre Arbeitsplätze zu haben. Diese soll aus Sicht des Gewerkschafters bei der Bundeswehr liegen. „Anstatt weitere Millionen Euro an Beraterfirmen zu überweisen, soll das Geld besser in die Infrastruktur der Werke investiert und Fachpersonal wieder eingestellt werden,“ sagt Koch weiter.

    Bereits 2005 wurde seitens des Bundesministeriums der Verteidigung beschlossen, die drei Werke an externe Auftragnehmer zu vergeben. Die Ausschreibungen wurden nach jahrelanger Vorarbeit mit Hilfe externer Beratungsgesellschaften vorbereitet. Bereits zum damaligen Zeitpunkt sah ver.di die Vergabe der Werke skeptisch. Die Bundeswehr, so die Befürchtungen der Gewerkschaft, verliere mit der Privatisierung der Werke wichtige eigene Fähigkeiten auf dem Gebiet der Instandsetzung und mache sich in diesem Sektor total von der Rüstungsindustrie abhängig.

    Nach Auffassung von ver.di gebe es bis zum heutigen Tage keine nachvollziehbaren Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die eine Abgabe der Werke rechtfertigen könnten. Außerdem hatten in jüngster Zeit Untreue-Vorwürfe im Zusammenhang mit der freihändigen Vergabe von Beraterleistungen in einer Größenordnung von über 40 Millionen Euro für weitere Unruhe bei den Beschäftigten geführt. „Wir freuen uns“, so Koch, „dass die saarländischen und rheinland-pfälzischen SPD-Bundestagsabgeordneten entscheidend dazu beigetragen haben, dass die SPD-Bundestagsfraktion ihre Auffassung zur Vergabe der Werke revidiert hat.“ Ver.di erwarte, dass sich nunmehr auch der Fokus des Bundesverteidigungsministeriums wieder auf den Erhalt der Werke in der bundeseigenen Gesellschaft richte. Mit einer parlamentarischen Mehrheit sei, aufgrund der Positionierung der SPD, nunmehr nicht mehr zu rechnen.

    Die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH – kurz HIL GmbH – ist eine hundertprozentige Gesellschaft des Bundes. Sie hat den Auftrag zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von landbasierten Waffensystemen für die Bundeswehr. Zu diesem Zweck betreibt die HIL GmbH landesweit Stützpunkte und Niederlassungen, darüber hinaus drei Instandsetzungswerke in Doberlug-Kichhain (Brandenburg), Darmstadt (Hessen) und St. Wendel (Saarland).

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
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    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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