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    UKS: Streik abgewendet, Entlastung erreicht

    Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    UKS: Streik abgewendet, Entlastung erreicht

    19.09.2018
    Illustration Berufsgruppen im Krankenhaus/in der Pflege mit Banner "Mehr von uns ist besser für alle" Tom Körner Zusammenstehn - Mehr von uns ist besser für alle

    Es war knapp: wenige Minuten vor Beginn des unbefristeten Streiks am Universitätsklinikum des Saarlands (UKS), konnte eine Einigung erzielt werden. Der Streik ist somit ausgesetzt. Kern des Vertrages zur Entlastung sind 145 zusätzliche Vollzeitstellen, davon 15 im nicht-medizinischen Bereich. Es gibt für alle Stationen Sollzahlen für die Personalbemessung. Die gefürchtete „Nacht alleine auf der Station“ ist in fast allen Fällen abgewendet. Die Vereinbarung wird innerhalb von 18 Monaten umgesetzt, vorher gibt es jedoch schon Sofortmaßnahmen auf etwa 10 Stationen. Ein Meilenstein sind die sog. Belastungstage, welche Härten durch Belastung durch entlastende Freizeittage ausgleichen. Auch ein Konsequenzen-Management wurde eingerichtet, welches für eine nachhaltige Sicherung der Regelungen sorgt.

    „20 Stunden Verhandlung liegen hinter uns. Wir haben ein Ergebnis, das gut für die Beschäftigten ist und für nachhaltige Entlastung und Attraktivität des Jobs in der Pflege und des UKS sorgt,“ sagt Frank Hutmacher, Verhandlungsführer von ver.di. „Ich bin stolz auf alle Kämpferinnen und Kämpfer. Endlich sieht das UKS ein, dass unser Motto – Mehr von uns ist besser für alle – die Wahrheit ist,“ sagt Michael Quetting mit breitem Grinsen und ergänzt: „Über 50 Teamdelegierte haben die ganze Nacht mit uns gekämpft und letztendlich basisdemokratisch sowie nahezu einstimmig für das Ergebnis gestimmt. Die erreichte Regelbesetzung muss nun Vorbild für alle sein. Denn nur so kann eine gute Pflege auch für die Bevölkerung garantiert werden und das Personal entlastet werden.“ Der Kampf ist nach Quetting noch nicht saarlandweit gewonnen, aber hat nun ein gutes Fundament.

    Im Nachgang wird es noch genaue Redaktionsverhandlungen geben um weitere Details final zu klären.

    Hinweis für die Redaktionen:
    Rückfragen können voraussichtlich erst am Nachmittag beantwortet werden, da die verhandelnden Menschen ihre „Nachtruhe“ nachholen und die Pressestelle nur sehr eingeschränkt besetzt ist.

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P. sowie V.i.S.d.TMG Dennis Dacke
    Pressesprecher des Landesbezirks
    Bereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland
    Münsterplatz 2-6
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 - 9726-110
    Fax: 06131 - 9726-288
    Mobil: 0171 - 3009154
    E-Mail: dennis.dacke@verdi.de